|
|
Drosera, der Sonnentau |
Sonnentaue wachsen in tropischen, subtropischen und gemäßigten Regionen. Viele sind Moorpflanzen, aber gerade in den heißeren Gebieten Australiens haben einige Arten gelernt, mit Hilfe von Brutknospen die trockenen Sommer zu überstehen.
Dem Sonnentau gehen die Beutetiere buchstäblich auf den Leim: Die Blätter sind mit einer Vielzahl von Häärchen besetzt, auf deren Enden jeweils ein glitzerndes Tröpfchen sitzt. Was auf den ersten Blick wie Tau oder Nektar aussehen mag, entpuppt sich als effizienter organischer Kleber. Kleinere Insekten bleiben unweigerlich an diesem Leim hängen und verstricken sich beim Fluchtversuch immer mehr mit den klebrigen "Tentakeln". Die Pflanze reagiert auf die Bewegungen ihrer Beute durch Biegen der benachbarten Häärchen zum gefangenen Tier hin. Bei großen Beutetieren wickelt sich das gesamte Blatt um das Opfer. Abgesonderte Verdauungsenzyme lösen das Insekt schließlich auf.
| 1 | 2 |
Bild 1: Eine Schar von Jungpflanzen der Art Drosera capensis und D. capensis "alba"
Bild 2: Drosera slackii mit Beute, Nahaufnahme
Ein Klick auf das jeweilige Bild zeigt dessen hochauflösende Version.
Weitere Pflanzen mit Klebefallen: |
Pflanzen mit anderen Fallentypen: |
|
| Drosophyllum, das Taublatt | Cephalotus, der Zwergkrug | |
| Pinguicula, das Fettkraut | Darlingtonia, die Kobralilie | |
| Roridula, die halbkarnivore Taupflanze | Dionaea, die Venusfliegenfalle | |
| Heliamphora, der Sumpfkrug | ||
| Nepenthes, die tropische Kannenpflanze | ||
| Sarracenia, die Schlauchpflanze |
|
|