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Sarracenia, die Schlauchpflanze |
Die Gattung umfasst etwa 15 Arten und Unterarten, sowie eine Vielzahl an interessanten und wüchsigen Hybriden. Alle reinen Arten stehen im Washingtoner Artenschutzabkommen auf Anhang 2, der Liste der gefährdeten Arten. Sarracenia oreophila gilt sogar als vom Aussterben bedroht und wird deshalb in Anhang 1 des WAA aufgeführt.
Wie bei Darlingtonia wachsen die Blätter der Schlauchpflanze direkt aus dem Wurzelstock. Nach oben hin ist das schlauchförmige Laub offen, wird aber von einem (unbeweglichen) Deckel vor eindringendem Regen geschützt. Einzige Ausnahme bildet S. purpurea, die in ihren kurzen, gedrungenen Kannen Regenwasser sammelt, in dem die gefangenen Beutetiere ertrinken. Der Randbereich der Kanne ist meist auffallend und prächtig gefärbt, um der potentiellen Beute eine Blüte vorzugaukeln.
Die Falle von Sarracenia arbeitet mit Nektar als Lockmittel, und sorgt mit Gleitzonen und nach unten wachsenden Haaren innerhalb der Schläuche dafür, daß die Insekten in das Schlauchinnere abrutschen und auch nicht mehr hinauskönnen. Die Falle arbeitet sehr effizient: Im Hochsommer sind die Kannenblätter oft randvoll!
In der kühlen Jahreszeit werden von den Arten aus kühleren Regionen kannenlosen Winterblätter (Phyllodien) gebildet, und die Pflanzen machen eine Ruhepause.
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Bild 1: Sämlinge von S. alata, S. flava und S. minor
Bild 2: Blick auf das Schlauchblatt einer Sarracenia flava
Bild 3: Die Variante S. flava "red"
Bild 4: Die niedrigwachsende Art Sarracenia purpurea venosa mit nach oben offenen Krügen
Ein Klick auf das jeweilige Bild zeigt dessen hochauflösende Version.
Im Winter lassen die Phyllodien-bildenden Arten einen Teil ihrer Schlauchblätter vertrocknen. Die abgestorbenen Teile dürfen abgetrennt werden.
Während der Vegetationszeit kann es passieren, daß die Schlauchpflanze zu viele Insekten fängt. Der Mittelteil der betroffenen Schlauchblätter verrottet dann sehr schnell, und das Blatt knickt irgendwann ab. Dies ist kein ernstzunehmender Gesundheitsschaden, sieht jedoch ziemlich häßlich aus. Als vorbeugende Maßnahme empfiehlt sich das Verstopfen der frisch geöffneten Kanneneingänge mit einem kleinen Wattebausch.
Weitere kannenbildende Pflanzen: |
Pflanzen mit anderen Fallentypen: |
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| Cephalotus, der Zwergkrug | Dionaea, die Venusfliegenfalle | |
| Darlingtonia, die Kobralilie | Drosera, der Sonnentau | |
| Heliamphora, der Sumpfkrug | Drosophyllum, das Taublatt | |
| Nepenthes, die tropische Kannenpflanze | Pinguicula, das Fettkraut | |
| Roridula, die halbkarnivore Taupflanze |
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